Pfälzischer Verein für Soziale Rechtspflege Kaiserslautern e.V.

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Geschichte

1956 in Zweibrücken gegründet, hat der Pfälzische Verein für Soziale Rechtspflege (ehemals Pfälzischer Verein für Straffälligenhilfe) in den vergangenen vier Jahrzehnten die Entwicklung der Sozialen Strafrechtspflege weit über die regionalen Grenzen hinaus geprägt. Zu Beginn überwiegend in den Justizvollzugsanstalten und den Dienststellen der Bewährungshilfe tätig, hat er sich im Laufe der Jahre zu einem innovativen Partner der Justiz im Bereich der Straffälligen- und Opferhilfe entwickelt.

Mit der Einrichtung von Beschäftigungsprojekten für zahlungsunfähige Geldstrafenschuldner und Personen mit richterlichen Arbeitsauflagen in der Straffälligenhilfe wurden Anfang der 1980-er Jahre erstmals neue Wege in der Arbeit mit straffällig gewordenen Personen beschritten

In den folgenden Jahren erweiterten sich die Aufgabenbereiche und Tätigkeitsfelder des Vereins kontinuierlich. Neue Projekte entstanden, berufliche Qualifizierungsmaßnahmen sowie Betreuungs- und Beratungsstellen wurden eingerichtet. Aufgrund der Größe und der erweiterten Aufgaben des Vereins wurde im Jahre 2000 eine organisatorische Veränderung in der Vereinsstruktur vorgenommen. Der Verein in Zweibrücken übernahm die Funktion eines Dachverbandes, und in den Bezirken Kaiserslautern, Landau, Pirmasens und Ludwigshafen wurden weitere, eigenständige Bezirksvereine gegründet, die die Arbeit vor Ort weiterführen.

Niederlassungen / Einsatzgebiete

Der Bezirksverein Kaiserslautern ist in der Stadt und im Landkreis Kaiserslautern, im Donnersbergkreis und im Landkreis Kusel tätig. Sitz des Vereins ist das Arbeits- und Sozialpädagogische Zentrum (ASZ) in Kaiserslautern. Im ASZ sind die verschiedenen Angebote des Vereins in Kaiserslautern unter einem Dach zusammengefasst. Weiterhin bestehen noch eine Einrichtung in Kirchheimbolanden –Die Brücke– sowie eine Geschäftsstelle in der Bewährungshilfe und eine Geschäftsstelle in der Justizvollzugsanstalt Rohrbach.

Angebote / Leistungen

Neben Einzelbetreuungen, Trainingskursen und Beschäftigungsprogrammen für arbeitslose Jugendliche werden Erziehungsbeistandschaften für straffällige bzw. verhaltensauffällige Kinder durchgeführt. Beschäftigungsprojekte im Bereich Straffälligenhilfe für Erwachsene und verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfänger/innen bilden einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit. Im Rahmen dieser Maßnahmen betreibt der Verein ein Möbellager, verschiedene Werkstätten, einen Gebrauchtwaren- und einen Möbelladen, einen Second-Hand-Baumarkt und seit 1996, in Zusammenarbeit mit der Stadt Kaiserslautern, den städtischen Wertstoffhof.

In Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern wird seit 1997 der Täter-Opfer- Ausgleich vom Verein durchgeführt.

Mit dem Umzug in die Pfaffstr. 3 im Jahre 2000 wurden die Voraussetzungen geschaffen, bestehende Angebote auszubauen sowie weitere innovative Angebote zu entwickeln.
In den Folgejahren entstanden verschiedene Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose, die in Kooperation mit der Stadt, dem Job-Center und dem Europäischen Sozialfonds durchgeführt werden.

Im Bereich der justiznahen Dienstleistungen wurde das Täter-Arbeitsprojekt „Contra Häusliche Gewalt“ im Jahre 2007 erstmals durchgeführt.

Weiterhin konnte im Rahmen der Stadtteilarbeit ein Kinder- und Jugendtreff eingerichtet werden. In enger Kooperation mit der Stadt Kaiserslautern übernahm der Verein 2010 die Betreuung des Stadtteilbüros „Innenstadt-West“ in der Königstraße 93. Im gleichen Jahr wurde die „Stadtteilwerkstatt“ als Angebot für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils eröffnet. In einem Seminarraum und einer Werkstatt findet hier ein breites Spektrum an Kultur- und Bildungsveranstaltungen statt.

Im Jahr 2009 wurde das „Haus des Jugendrechts“ in der Augustastr. 3 eröffnet. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsmodell zur interdisziplinären Zusammenarbeit von Staatsanwaltschaft, Polizei und Jugendhilfe. Von Beginn an ist dort der Pfälzische Verein für Soziale Rechtspflege Kaiserslautern als Kooperationspartner vertreten. Neben einem Beratungsangebot für Jugendliche und Heranwachsende werden unter anderem mehrmals jährlich Aktionstage wie z.B. Informationsveranstaltungen oder Reinigungsaktionen im Stadtgebiet durchgeführt. Mit der „Anwaltlichen Beratung“ konnte ein weiteres innovatives Angebot im Haus des Jugendrechts verwirklicht werden. Gemeinsam mit dem Ministerium der Justiz, dem Anwaltsverein Kaiserslautern und dem Pfälzischen Verein für Soziale Rechtspflege wurde eine kostenlose anwaltschaftliche Erstberatung in den Räumen des ASZ eingerichtet.

Laut §2 der Satzung des Pfälzischen Vereins kommt der präventiven Arbeit mit Jugendlichen eine besondere Bedeutung zu. Neben den bereits beschriebenen Maßnahmen im Bereich der Jugendhilfe konnte 2012 mit der Einrichtung von zwei Schulverweigerer-Programmen ein Angebot für Jugendliche mit hohem individuellem Unterstützungsbedarf geschaffen werden. Gemeinsam mit dem Haus des Jugendrechts, dem Referat Jugend, der Jugendberufsagentur und verschiedenen Schulen in Kaiserslautern wurde eine Konzeption entwickelt, die 2014 zur Gründung einer Produktionsschule in Kaiserslautern führte. Neben einer beruflichen und sozialen Integration besteht hier auch für Jugendliche ohne Schulabschluss die Möglichkeit, nachträglich den Abschluss der Berufsreife zu erwerben.

Mit der Betreuung einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber im Jahr 2012 hat sich das ASZ einer neuen Aufgabe gestellt.
Die besondere Herausforderung bestand darin, dass sich die Unterkunft in dem sozialen Brennpunkt am Asternweg befindet. Dazu war es notwendig, die erforderliche Akzeptanz bei den einheimischen Bewohnern herzustellen. In enger Zusammenarbeit mit dem Referat Soziales der Stadt Kaiserslautern gelang es durch eine Reihe von Maßnahmen wie beispielsweise Anwohnerversammlungen, gemeinsame Beschäftigungsprojekte mit Flüchtlingen und Anwohnern, der Einrichtung eines Bürgerbüros, um nur einige zu nennen, die Gemeinschaftsunterkunft im Wohngebiet zu etablieren.
Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen, die Kaiserslautern zugewiesen wurden, übernahm das ASZ 2015 die Betreuung von zwei weiteren Gemeinschaftsunterkünften sowie die Koordinationsaufgaben im Haus der Begegnung. Ende 2015 wurden zwei Wohngruppen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Galappmühle eröffnet.

Auf dieser Website finden Sie die einzelnen Schwerpunkte, Projekte und Maßnahmen des Pfälzischen Vereins für Soziale Rechtspflege Kaiserslautern e.V. näher beschrieben.

VEREINSVORSTAND:

Strauß, Hiltrud | 1. Vorsitzende

Maiwald-Hölzl, Stephan | Stellvert. Vorsitzender

Leistner, Thomas | Stellvert. Vorsitzender

Schattner, Willi | Schriftführer

Zimmermann, Frank | Kassierer

Eisenhuth, Rita | Beisitzerin

Wiesheu, Michael | Beisitzer

Kreienberg, Eva | Beisitzerin

Heinelt, Gerhard | Beisitzer

Tolksdorf, Dieter | Ehrenvorsitzender